Phnom Penh

Nationalmuseum
Das Nationalmuseum wurde 1917 in traditioneller Khmer Architektur erbaut und 1920 von König Sisowat eingeweiht. Es beherbergt über 5000 Artefakte aus der Vor-Angkor und Angkor Zeit und vereint die weltweit beste und kompletteste Sammlung von archäologischen, religiösen und künstlerischen Reliquien der Khmer, vom 4. bis ins 13. Jahrhundert.
Silber Pagoda
Einst ein Holzgebäude wurde die Silver Pagoda 1962 von König Sihanouk wieder erbaut. Die Stufen der Pagode sind aus italienischem Marmor gefertigt, der Boden im Innern besteht aus über 5000 silbernen Blöcken welche zusammen nahezu sechs Tonnen wiegen. Im Zentrum der Pagode steht eine wunderschöne Buddha Statue, ganz aus Baccarat Kristall. Davor steht eine noch prunkvollere, 90kg schwere, goldene Buddha Statue mit 9584 Diamanten aus dem Jahre 1906, dem Schmuck Königs Norodom.
Königspalast
Der Königspalast wurde 1866 hauptsächlich von den Franzosen erbaut. Der Eingang befindet sich am Samdech Sothearos Boulevard. Gegenüber des Eingangs befinden sich die Mauern der königlichen Residenz und die Elefanten Stallungen. Der Aufbau der Anlage erinnert an eine Pagode und diente seit November 1991 dem Prinzen Norodom Sihanouk als Wohnsitz. Das Hauptgebäude der Anlage ist das Krönungshaus, welches 1917 erbaut wurde. Es hat ein kunstvolles Stufendach und einen 59 m hohen Turm, dessen Bauweise vom Bayon Tempel der Angkor Anlage beeinflusst wurde. In diesem Gebäude wurden die Krönungen vorgenommen, sowie offizieller Besuch aus dem Ausland empfangen.
Wat Phnom
Der Tempel befindet sich auf einem 27 m hohen, von Menschenhand gefertigten Hügel, welcher auch der Stadt Ihren Namen verlieh. Die Pagoda wurde erstmals 1372 von Lady Penh erbaut, als Unterbringung für vier Buddha Statuen. Der heutige Tempel wurde 1926 wieder erbaut.
Independence Monument
Erbaut 1958 zur Erinnerung an die Erlangung der Unabhängigkeit Kambodschas von den Franzosen im Jahre 1956.
Tuol Sleng Museum
Tuol Sleng ist ebenfalls bekannt unter dem grauenhaften Namen "Genozid-Museum". Vor dem Pol Pot Regime war Tuol Sleng ein Gymnasium, wurde jedoch zwischen 1975 und 1978 zu einem Zentrum für Folter und Verhöre. Zahllose Menschen fanden unter den grausamen Foltermethoden den Tod und wurden in den Massengräbern des Innenhofs verschüttet. Viele andere wurden zu den Anlagen von Choen Ek abtransportiert und dort hingerichtet. Nur gerade sieben Insassen dieses Gefängnisses überlebten diese Zeit, und dies auch nur deswegen weil sie als Steinmetze ununterbrochen Büsten von Pol Pot anfertigten. Die Rote Khmer führte akribisch Buch über ihre Gräueltaten, erfasste jeden Insassen mit Namen, Eintritts- und Todesdatum. So sind heute im Museum Ausstellungen von Folterinstrumenten, Fotos aller Insassen und Gemälde von Überlebenden zu sehen.
Choeung Ek - Killing Fields
Einige Fahrminuten von der Innenstadt entfernt befinden sich die sogenannten Killing Fields, die ehemaligen Exekutions-Stätten der Roten Khmer, wo die Insassen von Tuol Sleng hingerichtet wurden. Ein riesiger Glasturm, bis obenhin gefüllt mit menschlichen Schädeln, erinnert heute an die grausame Zeit. Es wurden Überreste von fast 40000 Kambodschanern (Männer, Frauen, Kinder) in 129 Massengräber der Region gefunden und teilweise exhumiert. Ganze Familien erlitten in Choeung Ek zwischen 1975 und 1978 einen grausamen Tod.


