Sihanoukville

Independence Beach

Geschichte und Charakter

Vor gerade einmal knapp 50 Jahren begann eine französisch-kambodschanische Baufirma ein Camp aus dem Dschungel an der Küste herauszuschlagen und konstruierte bald darauf den ersten Hochseehafen des vor kurzem unabhängig gewordenen Kambodscha. Die darum herum entstandene Stadt wurde 1964 auf den Namen Sihanoukville getauft, nach dem damals regierenden König. Der boomende Hafen und die langen Sandstrände zogen schon bald den damaligen Jetset des Landes an, die erste Bierbrauerei wurde gegründet und es entstand das damals modernste Hotel, das siebenstöckige Independence, von welchem man sich sagt, dass sogar Jacqueline Kennedy während ihrem Besuch 1967 dort verweilte.

Die Attraktivität der Destination und damit auch das High-Life an den Stränden fanden 1970 ein abruptes Ende, als König Sihanouk im Zuge des Machtwechsels vom Bürgerkrieg von seinem Amt enthoben wurde. Die Stadt wurde in Kompong Som umbenannt und erlebte unter den Armeen der Roten Khmer schwierige Zeiten – das Independence Hotel wurde für Schiessübungen missbraucht und als die Armee gar ein amerikanisches Containerschiff kaperten antwortete das US Militär mit starkem Luftbombardement, welchem der einst so florierende Hafen zum Opfer fiel. Selbst nach dem Machtverlust der Roten Khmer war die Strasse nach Phnom Penh lange für Überfälle und Räubereien berüchtigt, die goldenen Sandstrände blieben leer.

1997 kehrte endlich Ruhe in der gebeutelten Stadt ein, und in den kommenden Jahren wurde viel unternommen, um der Destination ihre Attraktivität für Reisende zurück zu geben. Anfangs fanden nur einige mutige Rucksackreisende den Weg nach Sihanoukville, aber heute haben sich bereits wieder viele Khmer und Ausländer dort niedergelassen und betreiben Restaurants, Bars und kleine Hotels. Das Independence Hotel wurde ebenfalls komplett renoviert und steht den Gästen erneut mit einem ansprechenden, modernen Design und romantischem Privatstrand offen.

Strände und Ausflugsmöglichkeiten

Badeferien im Kambodscha werden immer populärer, lassen sich doch hier einige entspannte Tage verbringen nach Ihrer erlebnisreichen Rundreise durch das Landesinnere. Die New York Times nannte Sihanoukville gar „Asiens nächste Trend-Destination". Trotz oder gerade wegen der noch nicht übermässig entwickelten Infrastruktur ist Urlaub hier erholsam. Zudem ist Sihanoukville ideal gelegen, falls Sie Ihre Reise über Land nach Thailand oder Vietnam fortsetzen.

Die bekanntesten Strände von Sihanoukville:

  • Victory Beach(südlich des Handelshafens)
    Viele Unterkünfte und Hostels der unteren Preisklasse, auf und um den Hügel der Wetterstation.
  • Independence Beach
    Privatstrand des Independence Hotel
  • Sokha Beach
    Privatstrand des Luxushotels Sokha Beach, welcher aber für ein paar Dollar auch Auswärtigen zugänglich ist. Ein ruhiger Strand, an dem Sie nur selten von Verkäufern oder Bettlern gestört werden.
  • Ochheuteal Beach
    Bekanntester und belebter Strand mit vielen Restaurants, Bars und Essens-Ständen.
  • Serendipity Beach
    Gästehäuser und Bars/Restaurants direkt am Strand, offen bis spät in die Nacht.
  • Otres Beach(Südöstlich vom Serendipity und Ochheuteal Beach)
    ein Geheimtipp mit fast 4km sauberen, weissem Sandstrand. Weniger stark besucht als die anderen Strände der Region und ideal zum Entspannen.

Ream National Park
Ein Naturreservat in wunderschönen Mangrovenwäldern, ca. 30 Fahrminuten ausserhalb von Sihanoukville.

Kep/Kampot
In ca. 2 Stunden Fahrt erreichen Sie die Provinz Kep, deren Strände zwar weniger spektakulär sind, wo sich jedoch interessante Ausflüge in die lokalen Pfefferplantagen anbieten. Pfeffer aus Kep/Kampot gilt als einer der weltbesten. Weitere Informationen zur Provinz – in welcher sich auch ein längerer Aufenthalt lohnt – finden Sie hier.